Ian's Blog

Hier finden Sie regelmässig Informationen über mein Austauschjahr mit Rotary in Argentinien

Mendoza, Chile, Schulanfang und Überschwemmungen

Auch bei mir sind die Ferien inzwischen vorbei. In der letzten Ferienwoche bin ich aber noch mit meiner neuen Gastfamilie in die Ferien gegangen. Knapp eine Woche sind wir nach Mendoza ud nach Santiago de Chile gefahren. Mendoza ist eine sehr schöne Provinz im Westen Argentiniens, mit Grenze zu Chile. Es liegt etwa 800km von meiner Stadt entfernt, das heisst einen Tag Autofahren. Mendoza ist sehr bekannt für ihren guten Wein. Am ersten Tag sind wir deshalb auch zwei Weinkeller anschauen gegangen. Am zweiten Tag haben wir dann einen Ausflug in die Anden auf über 4000m. ü. M. (Portillo Piuquenes: Ziel unserer Wanderung, Bei uns hatte es nicht so viel Schnee wie auf Google) gemacht. Mit einem Jeep sind wir aber bereits sehr nahe ans Ziel gefahren und dann nur noch den letzten Teil gelaufen.
Ziel unserer Wanderung:Wunderschöne Natur: Am Tag darauf ging es dann schon weiter nach Santiago de Chile, eine Reise von ca. 4 Stunden auf einer wunderschönen Strasse durch die Anden. Santiago ist eine schöne Stadt mit einem schönen Zentrum und vielen schönen Gebäuden. Sehr berühmt ist Chile auch für seinen Fisch, der sehr lecker war. Leider hatten wir gar nicht so viel Zeit um alles anzuschauen da wir nach eineinhalb Tagen bereits wieder zurückfuhren. Um rechtzeitig in Bell Ville anzukommen sind wir morgens um 6 Uhr losgefahren. Nach vielen Stunden fast pausenlosem Fahren sind wir Abends um Acht endlich angekommen.

Schlanfang:
Am Tag nach unserer Rückkehr war dann gleich der erste Schultag. Da ich dieses Jahr das letzte Schuljahr beginne haben wir den ersten Schultag mit einer grossen Party gefeiert. Wir haben jetzt auch alle eine neue Schuluniform. Nach zwei Tagen Schule hatten wir dann aber schon wieder frei für den Rest der Woche, aber aus einem eher unerfreulichem Grund

Überschwemmung
Leider ist der Fluss, der durch unsere Stadt fliesst, wie bereits im letzten Jahr extrem angestiegen und unsere Stadt ist überschwemmungsgefährdet. Letztes Jahr haben die Behörden zwar schon viel gelernt und es wurde viel gemacht, was uns für dieses Jahr bis jetzt grosse Überschwemmungen ferngehalten hat. Der Fluss ist aber immer noch am steigen... Normalerweise hat der Fluss eine niveau von 2 bis 3 Meter, im Moment ist er bei 9.84 Meter (Fotos auf Facebook hier: Canal 2 Bell Ville). Mein Haus ist zum Glück bis jetzt nicht in Gefahr, weil es ziemlich hoch gelegen ist. Wir hoffen hier alle auf das Beste...
Hier noch ein Vergleich zwischen Dezember und jetzt: Foto 1 habe ich kurz vor Weihnachten gemacht, Foto 2 vor zwei Tagen Man sieht auf beiden Fotos ungefähr die gleiche Stelle, von der Treppe auf Bild 1 ist nur noch die oberste Stufe erkennbar.

Gruss Ian

Neue Gastfamilie

Hola

Seit ich das letzte mal geschrieben habe ist viel passiert. Ich habe inzwischen Gastfamilie gewechselt. Ich wohne jetzt in einem grösseren und moderneren Haus, leider ist es aber auch weiter weg vom Zentrum. Auf dieser Karte seht ihr den Standpunkt meines alten Hauses (unten) und meines neuen Hauses (oben): Meine beiden Wohnhäuser in Bell Ville. Meine Gastmutter besitzt eine Marketingfirma in Bell Ville und mein Gastvater betreibt einen Bauernhof in einem Dorf neben Bell Ville: Bauernhof in Morrison. Dort pflanzt er auf etwas mehr als tausend Hektaren Mais, Getreide und Soja an. Zudem besitzt er noch Schweine. Auf dem Bauernhof verbringen wir auch häufig unsere Wochenende. Ich habe noch zwei Gastschwestern. Eine ist wie ich eine Austauschstudentin aus Deutschland die etwa gleich alt ist wie ich und mit mir in die Klasse geht. Meine andere Gastschwester ist schon 19 Jahre alt und wohnt und studiert in Cordoba. Zu der Familie gehört auch noch Nina, einen kleinen weissen Hund. Alle in meiner Gastfamilie sind sehr nett und ich fühle mich auch hier sehr wohl.


Unser Hund Nina

Unser Hund Nina

Flugzeug meines Gastvaters

Selbstgemachte Empanadas

Hallo zusammen

Ich habe vor fast drei Wochen die Ferien angefangen die bis Anfang März dauern. Gleich zu Beginn der Ferien konnte ich mit Rotary eine Reise in den Süden Argentiniens machen. Wir waren 30 Austauschstudenten aus den Provinzen Cordoba, La Rioja und Catamarca. Unsere Route

Puerto Madryn

Begonnen haben wir unsere Reise in Cordoba. Während den ganzen zwei Wochen waren wir mit einem grossen zweistöckigen Bus des Reisebüros unterwegs. Nach ungefähr einem Tag Reisezeit im Bus sind wir in Puerto Madryn angekommen, die erste Stadt wo wir einige Tage geblieben sind. Puerto Madryn ist eine Stadt am Meer mit schönem Sandstrand. Am ersten Tag sind wir in ein kleines Dorf, Puerto Piramides, auf einer Halbinsel, Peninsula Valdes, gefahren. Von dort aus sind wir mit einem kleinen Schiff Wale der Gattung Franca Austral (Südkaper) besichtigen gegangen.
Am nächsten Tag sind wir dann schon weitergefahren nach El Calafate. Auf dem Weg haben wir aber noch in einer Pinguinkolonie namens Punta Tombo halt gemacht. Diese Kolonie ist eine der grössten an der argentinischen Küste und sehr schön zu besichtigen. Man läuft auf einem Weg durch die Pinguine, die sehr nahe kommen und den Weg zum Teil auch überqueren.

El Calafate

Nach erneuten 24h Reise sind wir in El Calafate, dem südlichsten Punkt unserer Reise angekommen. Dort sind wir drei Nächte geblieben. El Calafate ist bekannt für den Lago Argentino, dem drittgrössten See Südamerikas, und den Gletschern. An einem Tag sind wir den Glaciar Perito Moreno besichtigen gegangen. Dieser Gletscher ist weltweit bekannt weil er einer der einzigen ist der nicht am schrumpfen ist sondern von Jahr zu Jahr immer mehr oder weniger die gleiche Grösse hat.Die Gletscher in Calafate münden alle entweder im Lago Argentino oder im Lago Viedma. Deshalb gibt es sehr viele Bootstouren bei denen man die Gletscher vom Wasser aus besichtigen kann. Wir haben auf dem Lago Viedma mit einem Kataramaran eine Tour zum Gletscher Uppsala gemacht, dem zweitgrössten in Calafate.

An einem anderen Tag machten wir noch einen Ausflug ins Dorf El Chalten, das jüngste Dorf Argentiniens. Gegründet wurde es im Jahre 1986 wegen einem Grenzstreit mit Chile. Nach El Calafate gehen sehr viele Wandertouristen weil man von dort aus den Berg Fitz Roy sieht und besteigen kann. Als wir von El Calafate weiterreisten, machten wir noch einen Halt in einer Eisbar. Die Eisbar besteht natürlich komplett aus Eis und es wird sogar aus Eisgläsern getrunken. Leider waren wir nur 25 Minuten drinnen. Der Stein unten ist ein "Wetterstein" vor der Eisbar.

Esquel und San Carlos de Bariloche

Von Calafate fuhren wir weiter nach Barriloche. Einige hundert Kilometer davor schliefen wir in einer Stadt namens Esquel. Dort besichtigten wir einen wunderschönen National, den Nationalpark Los Alerces. Alerces sind sehr langsam wachsende schöne Bäume.Am nächsten Tag ging es dann schon weiter nach Barriloche mit einem kurzen Zwischenhalt in El Bolson. In El Bolson besichtigten wir eine Bierbrauerei und eine Marmeladenfabrik. In Barriloche blieben wir dann drei Nächte. An einem Tag machten wir eine Bustour um die diversen Seen und fuhren mit einem Sessellift zu der siebtschönsten Aussicht der Welt (Laut National Geographic). An unserem letzten Tag gingen wir in eine Art Abenteuercamp, wo wir Wettkämpfe gemacht haben und geritten. Danach war die schöne Reise leider schon vorbei...

Cordoba

Hallo

Letztes Wochenende ging ich schon wieder eine neue Stadt besichtigen, diesmal die Hauptstadt der Provinz Cordoba, Cordoba. Grund dafür war der Abschluss der Universität einer meiner Gastschwestern. Das Wetter war diesmal wunderschön, was aber auch bedeutete, dass es extrem heiss war. Das Abschlussessen war sehr fein, mit Dessertbuffet morgens um drei und Hot-Dog, Pizza und Hamburger morgens um fünf Uhr. Am Tag davor hatte ich zum Glück auch noch Zeit für eine Stadtrundfahrt mit einem Touristenbus.

Überblick über Cordoba


Plaza San Martin Zentrum von Cordoba




Eines der vielen Shopping-Center in Cordoba (Hier Patio Olmos im Stadtteil Nueva Cordoba) Regierungsgebäude von Cordoba




Stadtteil Nueva Cordoba (Die meisten Sudenten wohnen in diesem Stadtteil)


Regierungsgebäude von Cordoba

Buenos Aires

Hallo

Wie der Titel schon andeutet, war ich in Buenos Aires. Die Stadt hat mich sehr beeindruckt, vor allem die Grösse. Leider regnete es aber jeden Tag. Trotzdem hat ir die Reise sehr gut gefallen und ich habe viele spannende Sachen gesehen.

Buenos Aires ist in Stadtteile, sogenannte "Barrios", aufgeteilt. Jedes Barrio hat seine Charakteristiken. Es gibt reiche, arme, neue, alte, farbige Barrios.

Ich war mit einer Rotary-Familie in Buenos Aires. Geschlafen haben wir in einer Wohnung im 13. Stock im Stadtteil Palermo (Unsere Wohnung im Zentrum der Stadt direkt neben dem botanischen Garten: Google Maps).

Auf dem Hinweg machten wir noch einen kleinen Zwischenhalt in Rosario:




Stadion von River Plate:



Kathedrale von Buenos Aires Stadtteil "La Boca"




La casa rosada (Regierunssitz von Argentinien) Denkmal an die Malwinen: Die Malwinen waren, sind und werden immer argentinisch sein




Obelisk in der Mitte der Avenida 9 de Julio, der breitesten Strasse der Welt.

Alltag...

Hola

Ich konnte mich endlich wieder einmal dazu aufraffen, einen Blogeintrag zu schreiben ;-) Inzwischen bin ich gut im Argentinischen Alltag angekommen und es gibt eigentlich nicht so viel zu erzählen...

In der Schule verstehe ich schon das meiste und schreibe alle Prüfungen mit, was bis jetzt auch gut klappt. Bis zu den Sommerferien fehlen nur noch 4 Wochen, es gibt aber in sechs Fächern noch Abschlussprüfungen (Mathematik, Englisch, Wirtschaft, Buchhaltung, Administration und Spanisch). Nach diesen, das heisst in zwei Wochen, machen wir dann nicht mehr viel in der Schule.

Die letzte Woche war auch eine gemütliche, da wir Montag bis Mittwoch ein Lager hatten. Wir gingen in die "Berge" aufs Land (Eigentlich waren es mehr Hügel). Dort waren wir in einem Landsitz einer kirchlichen Organisation, die auch meine Schule gegründet hat. Geschlafen haben wir in Zelten: Die Natur war wunderschön, es hatte einen kleinen Bach, viele Bäume, ein Naturschwimmbad (Leider noch ohne Wasser) und Hühner. Wunderbare Aussicht von einem Berg, auf den wir raufgelaufen sind.

Die hässliche und die schöne Seite der Natur

Hier der Link zu Google Maps: Unsere Unterkunft in San Antonio de Arredondo. Das Programm war etwa gleich wie bei uns in einem Jublalager: Geländespiele, Wanderung, Nachtgeländespiel... Das Highlight waren dann die Spiele im Schlamm am zweiten Abend, auf das sich alle schon gefreut haben. Am letzten Tag sind wir bereits früh nach Cordoba gegangen um dort überbleibsel der Militärdiktatur anzuschauen. Zuerst gingen wir "La perla" anschauen. La Perla war das argentinische Pendant zu einem deutschen KZ, nur ein bisschen kleiner. Zu Zeiten der Militärdiktatur wurden Leute, die nicht der gleichen Ansicht waren wie die Regierung, entführt und in solche Lager gesteckt. Dort lebten sie unter miserablen Bedingungen und wurden täglich gefoltert, ohne Grund. In La Perla waren insgesamt ca. 2500 Menschen, von denen nur 300 wieder lebend herauskamen. überblick über la Perla

Leben in La Perla

Danach besichtigten wir im Zentrum Cordobas das ehemalige Polizeidepartement. Dort wurden die entführten Personen hingebracht bevor sie in ein Lager ausserhalb der Stadt gebracht wurden.

Auch an den letzten zwei Tagen der Woche haben wir nicht viel gemacht. Da am Donnerstag von 38 nur 14 in die Schule gingen, haben wir statt Unterricht drei mal die Fotos vom Lager durchgeschaut. Am Freitag waren dann schon etwa zwei Drittel in der Schule, Unterricht gab es aber doch nur etwa die Hälfte des morgens.

Ich wünsche allen in der Schweiz noch schöne Ferien und hoffe das es schon bald einen neuen Blogeintrag gibt ;-)